Erdős-Raum

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Im mathematischen Teilgebiet der Topologie ist der Erdős-Raum ein spezieller topologischer Raum, der von Paul Erdős im Jahr 1940 entdeckt wurde.[1] Der Erdős-Raum ist definiert als ein Teilraum E2 des Hilbertraumes der quadratsummierbaren Folgen, bestehend aus allen Folgen, deren Elemente alle rational sind.

E ist ein total unzusammenhängender, eindimensionaler topologischer Raum und homöomorph zu E×E mit der Produkttopologie. Wird die Menge aller Homöomorphismen des euklidischen Raumes n (für n2), welche die Teilmenge n der rationalen Vektoren invariant lassen, mit der Kompakt-Offen-Topologie ausgestattet, ist der Raum homöomorph zu E.[2]

Der Erdős-Raum spielt auch in der komplexen Dynamik bei der Iteration der Funktion f(z)=ez1 eine Rolle. Sei fn die n-fache Komposition von f, dann besteht die Menge der Punkte z mit Im(fn(z)) aus paarweise disjunkten und zu [0,) homöomorphen Strahlen, welche also von Startpunkten z “in die Unendlichkeit laufen”. Die Menge dieser Startpunkte ist homöomorph zu E.[3]

Einzelnachweise

  1. Vorlage:Literatur
  2. Vorlage:Literatur
  3. David S. Lipham. Erdős space in Julia sets. arXiv:2004.12976