K-Funktion

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Die K-Funktion ist in der Mathematik eine spezielle Funktion, die üblicherweise mit K(z) bezeichnet wird. Sie verallgemeinert die Hyperfakultät H(n) auf die komplexen Zahlen; analog der komplexen Erweiterung der Fakultätsfunktion zur Gammafunktion.

Die Hyperfakultät einer natürlichen Zahl n ist definiert durch

H(n)=i=1nii=11223344nn,n.[1]

Für die K-Funktion soll nun gelten

K(n+1)=H(n),n,

und sie soll auf den Zahlenbereich der komplexen Zahlen erweitert werden.

Definitionen

Eine mögliche Definition der K-Funktion lautet:

K(z)=(2π)(z+1)/2exp[(z2)+0z1ln(Γ(t+1))dt],

wobei (z2) für die komplexe Verallgemeinerung des Binomialkoeffizienten und Γ für die Gammafunktion steht.

Eine andere Möglichkeit bietet

K(z)=exp[ζ(1,z)ζ(1)],

wobei ζ(z) für die riemannsche Zetafunktion und ζ(a,z) für die hurwitzsche Zeta-Funktion stehen (es werden jeweils die Ableitungen gebraucht.)

Die Verwandtschaft der K-Funktion zur Gammafunktion und der barnesschen G-Funktion wird durch die Formel

K(n)=(Γ(n))n1G(n)

zum Ausdruck gebracht.

Werte

Für natürliche n stimmen die Werte K(n) der K-Funktion definitionsgemäß mit dem Wert H(n1) der Hyperfakultätsfunktion überein. Die ersten dieser Werte sind

1, 1, 4, 108, 27648, 86400000, 4031078400000, 3319766398771200000, … (Vorlage:OEIS).

Der Wert K(12) ist explizit gegeben durch

K(12)=A3/221/24e1/8[1] = 1,2451432494…[2]

wobei A für die Konstante von Glaisher-Kinkelin steht.

Weitere Zusammenhänge

Mit der barnesschen G-Funktion G(z) gilt

K(z)G(z)=exp{(z1)log[Γ(z)]},[1]

für alle z.

Benoit Cloitre zeigte 2003 folgende Formel:

1K(n)=(1)ndet|111112141812n131912713n(1)nn(1)nn2(1)nn3(1)nnn|.

Einzelnachweise

Literatur

  • Hermann Kinkelin: Ueber eine mit der Gammafunction verwandte Transcendente und deren Anwendung auf die Integralrechnung, Journal für die reine und angewandte Mathematik 57, 1860, 18, S. 122–138 (online)