Vermutung von Andrica

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Die ersten 100 Werte für pn+1pn

Die Vermutung von Andrica, benannt nach Dorin Andrica, ist eine Vermutung zu den Primzahllücken.

Sei pn die n-te Primzahl. Dann besagt die Vermutung von Andrica, dass folgende Ungleichung für alle natürlichen n gilt:

pn+1pn<1.

Unter Verwendung der n-ten Primzahllücke g(n):=pn+1pn lässt sie sich auch so formulieren:

g(n)<pn+1+pn.

Werte

Die ersten 500 Werte für An=pn+1pn.

Es sei An:=pn+1pn.

Empirisch sinken diese Werte asymptotisch für steigendes n, sodass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Vermutung stimmt. Für alle An mit n<261010 wurde die Vermutung von H. J. Smith bestätigt[1], der größte gefundene Wert war A40,670873479.

Einige Werte, von denen jeweils vermutet wird, dass sie für größere n nicht mehr übertroffen werden, sind der folgenden Tabelle zu entnehmen:

n
Vorlage:OEIS
pn
Vorlage:OEIS
An
Vorlage:OEIS
4 7 0,670873
30 113 0,639281
217 1327 0,463722
263 1669 0,292684
367 2477 0,260522
429 2971 0,256245
462 3271 0,244265
590 4297 0,228429
650 4831 0,215476
738 5591 0,213675
10655462 191912783 0,008950

Numerische Computerberechnungen bestärken die Vermutung; mittlerweile (2005[2]) wurden die Primzahlen bis 1016 getestet. Ein formaler Beweis konnte dennoch bisher nicht erbracht werden.

Verallgemeinerung

Allgemeiner kann man etwa die Gleichung

pn+1xpnx=1

betrachten und nach maximalem bzw. minimalem x suchen, das eine solche Gleichung erfüllt. Die Gleichung hat ihr

  • Maximum trivialerweise bei n=1, d. h.
3x2x=1x=1
  • Minimum unter den ersten 1000 Primzahlen (und vermutlich auch allgemein) bei n=30, d. h.
127x113x=1x=0,56714813=a0[3]
Dieses a0 wird auch als (die) Smarandache-Konstante bezeichnet.[4]

Daraus entsteht die verallgemeinerte Andricasche Vermutung

Bn=pn+1apna<1für alle a<a0.

Außerdem wird vermutet, dass

Cn=pn+11/kpn1/k<2kwobei k2,k,n.

Ähnliche Vermutung

Die Vermutung von Andrica ist eine Verschärfung der Vermutung von Legendre, nach der zwischen jedem n2 und (n+1)2 mindestens eine Primzahl existiert.

Literatur

  • Florentin Smarandache: Six Conjectures which Generalize or Are Related to Andrica's Conjecture. In: Octogon. Band 7, Nr. 1, 1999, S. 173–176. Vorlage:ArXiv; vgl.: Perez

Einzelnachweise

  1. Titu Andreescu: Number Theory. Springer Science & Business Media, 2009, ISBN 978-0-8176-4645-5, S. PT26 (Vorlage:Google Buch).
  2. Prime Numbers: The Most Mysterious Figures in Math. John Wiley & Sons, 2005, S. 13.
  3. Vorlage:OEIS
  4. Sie ist nicht zu verwechseln mit den sechzehn Smarandacheschen Konstanten, die mit der Smarandache-Funktion in Verbindung stehen.