Ungleichung von Burgess
Die Ungleichung von Burgess (auch Burgess-Schranke) ist in der analytischen Zahlentheorie eine Ungleichung, welche eine obere Schranke für Charaktersummen
liefert, wobei ein Dirichlet-Charakter modulo einer kubikfreien Zahl ist, der kein Hauptcharakter ist. Die Ungleichung ist vor allem dann interessant, wenn eine Primzahl ist.
Die Ungleichung wurde 1963 mit einer Reihe von verwandten Ungleichungen von dem britischen Mathematiker David Allan Burgess bewiesen.[1] Sie liefert eine bessere Abschätzung für kleine Charakter-Summen als die Ungleichung von Polya-Winogradow von 1918. Mittlerweile gibt es auch bessere und allgemeinere Schranken als die Burgess-Schranke.[2]
Ungleichung von Burgess
Eine Zahl heißt kubikfrei, wenn sie durch keine Kubikzahl außer ohne Rest geteilt werden kann, insbesondere ist jede Primzahl kubikfrei.
Sei mit und . Sei weiter ein Dirichlet-Charakter modulo , der kein Hauptcharakter ist. Für zwei sei die Charaktersumme
Wenn nun entweder kubikfrei ist oder , dann gilt die Ungleichung von Burgess[3][4]
für eine nur von und abhängige Konstante .
Literatur
- Henryk Iwaniec und Emmanuel Kowalski - Analytic number theory, American Mathematical Society Colloquium Publications, vol. 53, American Mathematical Society, Providence, RI,2004.