Hardy-Littlewood-Maximalfunktion

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In der Mathematik ist die Hardy-Littlewood-Maximalfunktion ein wichtiger nichtlinearer Operator, der in der reellen Analysis und der harmonischen Analyse verwendet wird. Sie ist ein zentrales Beispiel einer Maximalfunktion. Außerdem stellt sie eine der zentralen Anwendungen des Interpolationssatzes von Marcinkiewicz dar.

Definition

Sei fL1(N), dann definiert man die Hardy-Littlewood-Maximalfunktion Mf:N durch

Mf(x):=supδ>01|Bδ(x)|Bδ(x)|f(y)|dy,

wobei |Bδ(x)| das N-dimensionale Volumen der Kugel Bδ(x) um x mit Radius δ bezeichnet.

Eigenschaften

  • Die Menge AMf(t):={xN:Mf(x)>t} ist offen. Das ergibt sich aus der Absolutstetigkeit des Integrals.
  • Mf ist sublinear, das heißt M(f+g)(x)Mf(x)+Mg(x).
  • Ist fL(N) eine wesentlich beschränkte Funktion, so gilt Mf(x)fL(N), das heißt MfL(N).
  • Die Funktion Mf:N[0,] ist messbar (Mf ist punktweise das Supremum von stetigen Funktionen), das heißt MfM(N).

Schwache L1-Abschätzung der Maximalfunktion

Für fL1(N) und t>0 gilt:

λMf(t)=|{xN:Mf(x)>t}|C(N)fL1(N)t

mit einer nur von N abhängigen Konstanten C=C(N).

Es ist zu beachten, dass c(N)=b(N) und c somit eine Besicovitch-Konstante ist.

Lp-Abschätzung der Maximalfunktion

Für 1<p< und fLP(N) gilt

MfLP(N)C(n,p)fLP(N)

Literatur

  • Elias M. Stein and Rami Shakarchi: Real Analysis: Measure Theory, Integration, and Hilbert Spaces. Princeton University Press 2005, ISBN 0-691-11386-6
  • Elias M. Stein: Singular Integrals and Differentiability Properties of Functions. Princeton University Press 1971
  • Kinnunen J. The hardy-littlewood maximal function of a sobolev function. Isr. J. Math. 100, Seite 117–124, 1997