Positives Element

Aus testwiki
Version vom 13. Januar 2024, 19:05 Uhr von imported>일성김 (Siehe auch)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

In der Mathematik nennt man ein Element einer *-Algebra positiv, wenn es eine Summe von Elementen der Form a*a ist.

Definition

Sei 𝒜 eine *-Algebra, so heißt ein Element a𝒜 positiv, falls endlich viele Elemente ak𝒜(k=1,2,,n) existieren, sodass a=k=1nak*ak gilt. Man schreibt dafür auch Vorlage:Nowrap

Die Menge der positiven Elemente wird mit 𝒜+ bezeichnet.

Besonders interessant ist der Fall, bei dem 𝒜 eine vollständige normierte *-Algebra ist, die die C*-Eigenschaft (a*a=a2 a𝒜) erfüllt, eine sogenannte C*-Algebra.

Beispiele

  • Das Einselement e einer unitären *-Algebra ist positiv.
  • Für jedes Element a𝒜 sind a*a und aa* per Definition positiv.

Falls 𝒜 eine C*-Algebra ist, gilt:

Kriterien

Sei 𝒜 eine C*-Algebra und Vorlage:Nowrap Dann sind äquivalent:

  • Es gilt σ(a)[0,) und a ist ein normales Element.
  • Es existiert ein Element b𝒜, sodass a=bb* gilt.
  • Es existiert ein (eindeutiges) selbstadjungiertes Element c𝒜sa, sodass a=c2 gilt.

Ist 𝒜 eine unitäre *-Algebra mit Einselement e, so sind dazu außerdem die folgenden Aussagen äquivalent:

  • Es gilt teat für jedes ta und a ist selbstadjungiertes Element.
  • Es gilt teat für ein ta und a ist selbstadjungiertes Element.

Eigenschaften

In *-Algebren

Sei 𝒜 eine *-Algebra. Dann gilt:

In C*-Algebren

Sei 𝒜 eine C*-Algebra. Dann gilt:

  • Nach dem stetigen Funktionalkalkül existiert für jedes a𝒜+ und n ein eindeutig bestimmtes b𝒜+, das bn=a erfüllt, das heißt eine n-te Wurzel. Insbesondere existiert für ein positives Element eine Quadratwurzel. Da für ein b𝒜 das Element b*b positiv ist, ermöglicht dies die Definition eines eindeutigen Betrags: Vorlage:Nowrap
  • Für jede reelle Zahl α0 gibt es ein positives Element aα𝒜+ für das aαaβ=aα+β für alle β[0,) gilt. Dabei ist die Abbildung αaα stetig. Für invertierbare a sind auch negative Werte für α möglich.
  • Produkte kommutierender positiver Elemente sind ebenfalls positiv. Gilt also ab=ba für positive a,b𝒜+, so gilt Vorlage:Nowrap
  • Jedes Element a𝒜 lässt sich eindeutig als Linearkombination von vier positiven Elementen darstellen. Hierzu zerlegt man a zunächst in den selbstadjungierten Real- und Imaginärteil und diese wiederum in Positiv- und Negativteil mittels stetigem Funktionalkalkül. Es gilt nämlich 𝒜sa=𝒜+𝒜+, da Vorlage:Nowrap
  • Es gilt a=0, falls sowohl a als auch a positiv sind.
  • Ist eine C*-Unteralgebra von 𝒜, so gilt Vorlage:Nowrap
  • Ist eine weitere C*-Algebra und Φ ein *-Homomorphismus von 𝒜 nach , dann gilt Vorlage:Nowrap
  • Seien a,b𝒜+ positive Elemente für die ab=0 gilt, so kommutieren diese und es gilt Vorlage:Nowrap Man nennt diese dann auch orthogonal und schreibt Vorlage:Nowrap

Partielle Ordnung

Sei 𝒜 eine *-Algebra. Die Eigenschaft, positives Element zu sein, definiert eine translationsinvariante partielle Ordnung auf der Menge der selbstadjungierten Elemente Vorlage:Nowrap Wenn ba𝒜+ gilt für a,b𝒜, schreibt man ab oder Vorlage:Nowrap

Diese partielle Ordnung erfüllt die Eigenschaften tatb und a+cb+c für alle a,b,c𝒜sa mit ab und Vorlage:Nowrap

Ist 𝒜 eine C*-Algebra, so besitzt die partielle Ordnung darüber hinaus für a,b𝒜 die folgenden Eigenschaften:

Siehe auch

Literatur

  • Bruce Blackadar: Operator Algebras. Theory of C*-Algebras and von Neumann Algebras. Springer, Berlin/Heidelberg 2006, ISBN 3-540-28486-9.
  • Richard V. Kadison, John R. Ringrose: Fundamentals of the Theory of Operator Algebras. Volume 1 Elementary Theory. Academic Press, New York/London 1983, ISBN 0-12-393301-3.
  • Theodore W. Palmer: Banach algebras and the general theory of*-algebras: Volume 2,*-algebras. Cambridge university press, 1994, ISBN 0-521-36638-0.

Einzelnachweise