Monotone Mengenfolge

Aus testwiki
Version vom 19. Oktober 2024, 18:20 Uhr von 2003:d8:3f20:2000:9ddd:2445:cd8c:6414 (Diskussion) (Großschreibung von "Index")
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Eine monotone Mengenfolge ist eine spezielle Mengenfolge, bei der spezielle Inklusionsbeziehungen gelten. Ist eine Menge mit kleinerem Index immer in einer Menge mit größerem index enthalten, so nennt man die Folge eine monoton wachsende Mengenfolge. Enthält eine Menge mit kleinerem Index immer in einer Menge mit größerem Index, so nennt man die Folge eine monoton fallende Mengenfolge. Monotone Mengenfolgen lassen sich als Spezialfall einer monotonen Abbildung auffassen.

Definition

Eine Mengenfolge (Ai)i heißt

  • Monoton wachsend oder monoton steigend, wenn AkAk+1 gilt.
  • Monoton fallend, wenn AkAk+1 gilt.
  • Monoton, wenn sie entweder monoton wachsend oder monoton fallend ist.

Teilweise findet sich auch die Bezeichnung einer monoton aufsteigenden Mengenfolge oder einer monoton absteigenden Mengenfolge.

Beispiele

  • Die Mengenfolge definiert durch
(Ak)k={0,,k}
ist eine monoton wachsende Mengenfolge, da jede Menge Ak alle Elemente der Menge Ak1 enthält.
  • Die Mengenfolge (Ak)k=[0,11/k]k=({0},[0,1/2],[0,2/3],) ist monoton wachsend. Dies folgt direkt aus der Monotonie der reellen Folge (ak)k=(1k)k.
  • Genauso ist die Mengenfolge (Ak)k=[0,1/k]k=([0,1],[0,1/2],[0,1/3],) monoton fallend.

Eigenschaften

  • Jede monoton wachsende Mengenfolge konvergiert, es ist dann
limiAi=i=1Ai:=A.
Man schreibt dann auch AnA.
  • Jede monoton fallende Mengenfolge konvergiert, es ist dann
limiAi=i=1Ai:=A.
Man schreibt dann auch AnA.

Verwendung

Monotone Mengenfolgen werden beispielsweise in der Maßtheorie verwendet, um Mengensysteme wie monotone Klassen zu definieren.

Literatur

  • Jürgen Elstrodt: Maß- und Integrationstheorie. 6. Auflage. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2009, ISBN 978-3-540-89727-9.