Protactinium(V)-iodid

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Protactinium(V)-iodid ist eine chemische Verbindung des Protactiniums aus der Gruppe der Iodide.

Darstellung

Protactinium(V)-iodid kann durch Reaktion von Protactinium mit Iod bei 450 °C gewonnen werden.[1]

2Pa+5IA22PaIA5

Ebenfalls möglich ist die Darstellung durch Iodieren von Protactinium(V)-oxid mit Siliciumtetraiodid bei 600 bis 700 °C[1]

2PaA2OA5+5SiIA44PaIA5+5SiOA2

oder durch Umhalogenierung von Protactinium(V)-chlorid oder Protactinium(V)-bromid mit Siliciumtetraiodid[1]

4PaClA5+5SiIA44PaIA5+5SiClA4
4PaBrA5+5SiIA44PaIA5+5SiBrA4

oder durch Reaktion von Protactinium(V)-chlorid mit Iodwasserstoff oder Protactinium(V)-oxid mit Aluminiumiodid[1]

PaClA5+5HIPaIA5+5HCl
3PaA2OA5+10AlIA36PaIA5+5AlA2OA3

Auch durch Reaktion von Protactiniumcarbid PaC mit Iod bei 400 °C kann es dargestellt werden.[2]

Eigenschaften

Protactinium(V)-iodid ist ein extrem feuchtigkeits- und luftempfindlicher schwarzer kristalliner Feststoff, der in gepulvertem Zustand braun aussieht. Er ist löslich in wasserfreiem Acetonitril und Ethanol, unlöslich in Trichlormethan, Tetrachlorkohlenstoff, Isopentan und Cyclohexan. Er sublimiert mit metallisch-grünschillerndem Dampf, der im durchfallenden Licht tief rubinrot gefärbt erscheint.[1] Die Verbindung besitzt eine orthorhombische Kristallstruktur.[2] Durch thermische Zersetzung von Protactinium(V)-iodid an einem erhitzten Wolframdraht wurde 1934 durch Aristid von Grosse erstmals metallisches Protactinium gewonnen.[3]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens brauer wurde kein Text angegeben.
  2. 2,0 2,1 Vorlage:BibISBN
  3. Vorlage:Literatur