Satz von Schilder

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Der Satz von Schilder ist ein Theorem aus der Theorie der großen Abweichungen (Vorlage:EnS). Das Theorem besagt, dass eine klein-skalierte Brownsche Bewegung das Prinzip der großen Abweichungen erfüllt und somit wesentlich von 0 verschieden ist.[1]

Eine Verallgemeinerung des Satzes ist der Satz von Freidlin-Wentzell.

Aussage

Sei Bt[0,1] eine standard Brownsche Bewegung auf d. Weiter bezeichne 𝒞0:=𝒞0([0,1],d) den Raum der stetigen Funktionen f:[0,1]d mit f(0)=0 und ausgestattet mit der Topologie der Supremumsnorms. Seien (με) die von dem skalierten Prozess Bε(t):=εBt induzierten Wahrscheinlichkeitsmaße auf 𝒞0.

Mit H1 bezeichne man den Cameron-Martin-Raum in 𝒞0 bezüglich der Wiener-Maßes, d. h. den Raum aller absolut stetigen funktionen mit f(0)=0 mit quadratisch-integrierbarer Ableitung H1:={f:[0,1]d,f(0)=0,fL2([0,1])}

Dann gilt für die Wahrscheinlichkeitsmaße (με) wenn ε0 das Prinzip der großen Abweichungen mit guter Rate-Funktion

IB(f)={1201|f(t)|2dtfH1f∉H1 .[2]

Das heißt für alle offenen O𝒞0([0,1]) und geschlossenen Mengen C𝒞0([0,1])

inffOIB(f)lim infε0εlogμε(O)lim supε0εlogμε(C)inffCIB(f)

Einzelnachweise