Sasaki-Mannigfaltigkeit

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In der Mathematik sind Sasaki-Mannigfaltigkeiten oder Sasaki-Strukturen ein Begriff der Differentialgeometrie. Es handelt sich um Riemannsche Kontaktmannigfaltigkeiten mit einer gewissen Kompatibilitätsbedingung zwischen der Riemannschen Metrik und der Kontaktform.

Definitionen

Für eine Mannigfaltigkeit M mit einer Riemannschen Metrik g hat man auf M×(0,) die Kegelmetrik t2g+dt2.

Für eine Mannigfaltigkeit M mit einer Kontaktform α ist t2dα+2tdtα eine symplektische Form auf M×(0,).

Eine Mannigfaltigkeit M mit einer Riemannschen Metrik g und einer Kontaktform α heißt Sasaki-Mannigfaltigkeit, wenn M×(0,) eine Kähler-Mannigfaltigkeit mit Kähler-Metrik t2g+dt2 und Kähler-Form t2dα+2tdtα ist.

Beispiele

  • Der 2n+1 mit Koordinaten (x1,y1,,xn,yn,z) ist mit der Kontaktform α=12dz+i=1nyidxi und der Metrik α2+i=1ndxi2+dyi2 eine Sasaki-Mannigfaltigkeit.
  • Die Sphäre mit der Standardmetrik und der Standardkontaktform ist eine Sasaki-Mannigfaltigkeit. Ebenso ist der als Quotient der antipodalen /2-Wirkung erhaltene projektive Raum eine Sasaki-Mannigfaltigkeit.

Literatur

  • Shigeo Sasaki, On differentiable manifolds with certain structures which are closely related to almost contact structure, Tohoku Math. J. 2, 459–476 (1960).
  • Charles Boyer, Krzysztof Galicki: Sasakian Geometry, Oxford Mathematical Monographs, Oxford University Press (2008). ISBN 978-0-19-856495-9/hbk