Mangan(III)-acetylacetonat

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Mangan(III)-acetylacetonat (Mn(acac)3) ist ein Komplex des Mangans der Oxidationsstufe +3, mit Acetylacetonat als Ligand.

Gewinnung und Darstellung

Mangan(III)-acetylacetonat wird aus einem Mangan(II)-Salz, Kaliumpermanganat und Acetylaceton hergestellt.

Bei der Reaktion entsteht zunächst als Zwischenprodukt Mangan(II)-acetylacetonat:

Mn2++2 CH3COCH2COCH32 H++Mn(CH3COCHCOCH3)2

Durch die Reaktion von Mn(II) und Mn(VII) entsteht Mn(III):

Mn(VII)+4 Mn(II)5 Mn(III)

Gesamtreaktion:

4 Mn2++MnO4+15 CH3COCH2COCH35 Mn(CH3COCHCOCH3)3+4 H2O+7 H+

Durch Zugabe von Natriumacetat wird die entstehende Säure gepuffert. Des Weiteren sorgt es für die Verschiebung des Gleichgewichtes in der Enol-Keto-Tautomerie des Acetylaceton.

Keto-Enol-Gleichgewicht

Durch die schwach basische Eigenschaft des Natriumacetats wird die Enol-Form deprotoniert und das Acetylaceton in seine Anionische Form überführt. Somit stabilisiert es das d4-Konfigurierte Mangan-Ion durch Komplexbildung.

Eigenschaften

Mangan(III)-acetylacetonat ist ein schwarzes, kristallines, in Wasser unlösliches Pulver. Der elektronischen Struktur nach, bildet es einen High Spin-Komplex aus.[1] Die Struktur ist aufgrund des Jahn-Teller-Effektes oktaedrisch verzerrt. Dieser kann entweder oktaedrisch-gestaucht oder oktaedrisch-gestreckt sein. Bei der Streckung, betragen die Längen zweier Mn-O-Bindungen 2,12 Å, wobei die vier anderen nur 1,93 Å betragen. Bei der Kompression, betragen die Längen zweier Mn-O Bindungen 1,95 Å, während die anderen vier Bindungslängen 2,00 Å betragen.

Verwendung

Mangan(III)-acetylacetonat wird zur Oxidation von Phenolen, β-Dicarbonylverbindungen und Thiolen verwendet.[2]

Literatur

  • J. Derek Woollins: Inorganic Experiments. Wiley-VCH, Weinheim 1994, ISBN 3-527-29253-5, S. 118–119.
  • F. Albert Cotton, Geoffrey Wilkinson, Carlos A. Murillo, Manfred Bochmann: Advanced Inorganic Chemistry. 6th ed. Wiley-Interscience, New York 1999, ISBN 0-471-19957-5.

Einzelnachweise

  1. Vorlage:Holleman-Wiberg
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