Cyclopentanon

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Vorlage:Infobox Chemikalie

Cyclopentanon ist ein von Cyclopentan abgeleitetes, cyclisches Keton (Cycloalkanon). Die Verbindung ist als Baustein in natürlichen Verbindungen zu finden, etwa den Thujonen und einigen Prostaglandinen, aber auch in synthetischen pharmazeutischer Produkten, wie Alprostadil und Misoprostol.

Herstellung

Cyclopentanon kann durch Erhitzen von Salzen der Adipinsäure oder der Säure selbst synthetisch hergestellt werden.[1]

CA6HA10OA4Ba(OH)A2CA5HA8O+COA2+HA2O

Weitere Synthesewege sind die katalytische Oxidation von Cyclopenten mit Sauerstoff[2] und die Oxidation von Cyclopentan.[3]

Eigenschaften

Physikalische Eigenschaften

Die Mischbarkeit mit Wasser ist begrenzt. Mit steigender Temperatur sinkt die Löslichkeit von Cyclopentanon in Wasser bzw. steigt die Löslichkeit von Wasser in Cyclopentanon.[4]

Löslichkeiten zwischen Cyclopentanon und Wasser[4]
Temperatur °C 0 10,0 20,1 30,0 40,2 50,0 60,6 70,5 80,0 90,7
Cyclopentanon in Wasser % (m/m) 37,7 34,4 31,0 27,9 25,7 24,4 23,6 23,7 24,8 26,1
Wasser in Cyclopentanon % (m/m) 13,0 13,8 14,4 15,0 15,7 16,9 18,3 20,3 22,4 26,5

Sicherheitstechnische Kenngrößen

Cyclopentanon bildet leicht entzündliche Dampf-Luft-Gemische. Die Verbindung hat einen Flammpunkt von 26 °C.[5][6] Der Explosionsbereich liegt zwischen 1,6 Vol.‑% als untere Explosionsgrenze (UEG) und 10,8 Vol.‑% als obere Explosionsgrenze (OEG).[5] Die Sauerstoffgrenzkonzentration wurde mit 8,2 Mol.–% unter Stickstoff und 11,1 Mol.–% unter Kohlendioxid als Inertgas bestimmt.[7] Die Zündtemperatur beträgt 445 °C.[5] Der Stoff fällt somit in die Temperaturklasse T2.

Verwendung

In der Mikroelektronik wird Cyclopentanon als Lösungsmittel für Fotolacke und Polyimide verwendet.[8][9]

Einzelnachweise

  1. Vorlage:RömppOnline
  2. J. Smidt, W. Hafner, R. Jira, J. Sedlmeier, R. Sieber, R. Rüttinger, H. Kojer: Katalytische Umsetzungen von Olefinen an Platinmetall-Verbindungen Das Consortium-Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd. In: Angew. Chem. 71, 1959, 176–182; doi:10.1002/ange.19590710503.
  3. Vorlage:Patent
  4. 4,0 4,1 R. M. Stephenson: Mutual Solubilities: Water-Ketones, Water-Ethers, and Water-Gasoline-Alcohols in J. Chem. Eng. Data 37 (1992) 80–95, doi:10.1021/je00005a024.
  5. 5,0 5,1 5,2 Referenzfehler: Es ist ein ungültiger <ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namens GESTIS wurde kein Text angegeben.
  6. E. Brandes, W. Möller: Sicherheitstechnische Kenngrößen. Band 1: Brennbare Flüssigkeiten und Gase. Wirtschaftsverlag NW – Verlag für neue Wissenschaft, Bremerhaven 2003.
  7. S. Zakel, J. Förster, M. Mitu: Abschlussbericht zum PTB-Forschungsvorhaben 37064 Sauerstoffgrenzkonzentration von Alkoholen und Ketonen in Stickstoff und Kohlendioxid, PTB Braunschweig, Mai 2023 PDF.
  8. Marc J. Madou: Manufacturing Techniques for Microfabrication and Nanotechnology. CRC Press, 2011, ISBN 978-1-4398-9530-6, S. 34 (Vorlage:Google Buch).
  9. Joachim Bargon: Methods and Materials in Microelectronic Technology. Springer Science & Business Media, 2013, ISBN 978-1-4684-4847-4, S. 204 (Vorlage:Google Buch).

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