Epanechnikov-Kern

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Zeichnung des Epanechnikov-Kerns

Der Epanechnikov-Kern (nach W. A. Jepanetschnikow) ist derjenige Kern, der für einen kompakten Träger folgende Eigenschaften erfüllt:

  1. k(x)0 für alle x
  2. k(x)dx=1
  3. x2k(x)dx=1
  4. k2(x)dx wird minimiert.

Durch diese Eigenschaften minimiert der Epanechnikov-Kern unter allen Kernen die mittlere quadratische Abweichung des zugehörigen Kerndichteschätzers. Es handelt sich hierbei um ein Polynom der Form a+bx2.

Wir wollen die numerischen Faktoren a,b des Kerns in Kontext setzen. Betrachte dazu zunächst die normierte Familie kn,d(x), deren Terme im Interval [d,d] eine Hügelform annehmen und welche für große n gegen die rechteckige Verteilung der Höhe 12d konvergiert:

kn,d(x)={12d(1+12n)(1(xd)2n),|x|d0,|x|>d

Für diese gilt

x2nkn,d(x)dx=d2n4n+1.

Der von Epanechnikov selbst angegebene Kern normiert dieses Integral für n=1 auf Eins. Für (d4+1)2=1 wählen wir also kE:=k1,5[1]:

kE(x)={345(1x25),|x|50,|x|>5

Mitunter wird auch der Kern mit d=1 als Epanechnikov-Kern bezeichnet, der dementsprechend die Eigenschaft 3 nicht erfüllt:

kE(x)={34(1x2),|x|10,|x|>1

Quellen

  1. V. A. Epanechnikov: Non-Parametric Estimation of a Multivariate Probability Density. In: Theory of Probability and its Applications, 1969, S. 156