Slawnow-Taylor-Identität

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Die Slawnow-Taylor-Identitäten sind eine Klasse von Beziehungen in der Quantenfeldtheorie, die Vakuumerwartungswerte von zeitgeordneten Größen, die sogenannten Korrelationsfunktionen, miteinander verknüpft. Sie verallgemeinern die Ward-Takahashi-Identität der Quantenelektrodynamik auf nichtabelsche Yang-Mills-Theorien, insbesondere die Quantenchromodynamik, also die Theorie der starken Wechselwirkung. Die Slawnow-Taylor-Identitäten wurden unabhängig voneinander 1971 von John C. Taylor[1] und 1972 von Andrei Slawnow[2] entdeckt.

Die Slawnow-Taylor-Identitäten folgen aus der BRST-Symmetrie, da die Physik invariant unter BRST-Symmetrieoperationen sein muss. Das heißt, eine Modifikation aller Felder ΦΦ=Φ+δΦ darf die Physik nicht verändern. Insbesondere gilt dies für das erzeugende Funktional

𝒵[J]=i=1n𝒟[Φi]exp(id4x(+j=1nJj(x)Φj(x)))

im Pfadintegral-Formalismus der Quantenfeldtheorie. Das heißt, es gilt

δ𝒵=𝒵𝒵=0.

Da die Lagrangedichte und das Pfadintegral bereits invariant unter BRST-Operationen sind, es ist also = und 𝒟Φ=𝒟Φ, und die BRST-Symmetrie auf nilpotenten Graßmann-Zahlen beruht, folgt daraus

𝒟Φiexp(𝒾d4x(+Jj(x)Φj(x)))id4yJi(y)δΦi(y)=0

Die zeitgeordneten Vakuumerwartungswerte erhält man nun, indem nach den entsprechenden J differenziert wird und danach alle J gleich Null gesetzt werden. Da bei diesem Vorgehen immer genau ein δΦ übrig bleibt, folgt

0=T(δΦ1)Φ2Φn++TΦ1Φn1(δΦn)=δTΦ1Φn

Dies ist die Slawnow-Taylor-Identität.

Einzelnachweise