Satz von Bézout

Aus testwiki
Zur Navigation springen Zur Suche springen

In der algebraischen Geometrie beschreibt der klassische Satz von Bézout die Anzahl der Schnittpunkte ebener algebraischer Kurven. Er wurde von Étienne Bézout im 18. Jahrhundert formuliert und (im Rahmen der laxeren Ansprüche jener Zeit) bewiesen.

Aussage

Sei k ein algebraisch abgeschlossener Körper und seien F und G zwei projektive ebene Kurven im zweidimensionalen projektiven Raum 2(k) ohne gemeinsame Komponenten. Dann gilt:

P2(k)I(P,FG)=degFdegG,

wobei I(P,FG) die Schnittzahl bezeichnet.

Folgerungen

  • Zwei projektive ebene Kurven F und G schneiden sich immer in mindestens einem Punkt und maximal in degFdegG verschiedenen Punkten.
  • Für affine ebene Kurven F und G ohne gemeinsame Komponenten gilt die Ungleichung Pk2I(P,FG)degFdegG.

Verallgemeinerung

Eine Verallgemeinerung für algebraische Varietäten lautet wie folgt:

Seien A, B algebraische Varietäten vom Grad degA=a bzw. degB=b im n-dimensionalen projektiven Raum n. Ferner sei AB eine Varietät der Dimension dim(AB)=dimA+dimBn.

Dann ist degAB=ab.

Literatur

  • Klaus Hulek: Elementare Algebraische Geometrie, 1. Auflage, 2000, ISBN 978-3-528-03156-5, S. 145–146.

Vorlage:Wikiversity