Phosphoroxide

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Die Phosphoroxide sind eine Reihe chemischer Verbindungen aus Phosphor und Sauerstoff. Diese beinhalten eine käfigartige P4O6–Grundstruktur. Diese lässt sich formal vom P4–Tetraeder ableiten, wobei alle sechs PP-Bindungen durch gewinkelte POP-Brücken ersetzt sind. Durch die stufenweise Oxidation der Phosphoratome bzw. Einführung zusätzlicher PO-Doppelbindungen erhält man fünf verschiedene Phosphoroxide der allgemeinen Formel P4On (n=6–10, 18).[1]

Phosphoroxide[2][3]
Name Formel Strukturformel CAS-Nummer Molmasse Molekülsymmetrie Schmelzpunkt Bemerkungen
Tetraphosphorhexaoxid
Phosphortrioxid
Phosphor(III)-oxid
P4O6 Vorlage:CASRN 219,89 g·mol−1 Td 24 °C wachsweiche, weiße Kristalle
Tetraphosphorheptaoxid P4O7 235,89 g·mol−1 C3v
Tetraphosphoroctaoxid
Diphosphortetraoxid
P4O8 Vorlage:CASRN 251,92 g·mol−1 C2v >100 °C
Tetraphosphornonaoxid P4O9 Vorlage:CASRN 267,89 g·mol−1 C3v
Tetraphosphordecaoxid
Phosphorpentoxid
Phosphor(V)-oxid
P4O10 Vorlage:CASRN 283,92 g·mol−1 Td 359,9 °C (Sublimation) farblose Kristalle

Die Umsetzung von Tetraphosphorhexaoxid mit Ozon bei tiefen Temperaturen ergibt ein instabiles Tetraozonid P4O18.[2][3][4]

P4O6+4O3P4O18

Es existieren noch nicht isolierbare, nur in gasförmigen Zustand bei hohen Temperaturen oder sehr niedrigen Druck nachweisbare Phosphoroxide.[2] Durch Abschrecken eines P4 und O-haltigen Argongases erhält man neben P4O ein Gemisch von PO, P2O und PO2. Das Phosphormonoxid PO ist wahrscheinlich das häufigste phosphorhaltige Molekül in interstellaren Wolken. Von dieser Verbindung sind einige Metallkomplexe bekannt.[1][5]

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Vorlage:Literatur(abgerufen über De Gruyter Online)
  2. 2,0 2,1 2,2 Vorlage:RömppOnline
  3. 3,0 3,1 R. Steudel: Chemie der Nichtmetalle, Synthesen – Strukturen – Bindung – Verwendung. 4. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/ Boston 2014, ISBN 978-3-11-030439-8, S. 406–409, (abgerufen über De Gruyter Online).
  4. A. Dimitrov, B. Ziemer, W.-D. Hunnius, M. Meisel: Das erste Ozonid eines Phosphoroxids – Synthese, Charakterisierung und Kristallstruktur von P4O18. In: Angew. Chem. 115, 2003, S. 2588–2590, doi:10.1002/ange.200351135.
  5. Vorlage:Internetquelle