Gergonne-Punkt

Aus testwiki
Version vom 22. Januar 2025, 09:57 Uhr von imported>Wfstb (Definition: Inkreismittelpunkt unnötig)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gergonne-Punkt G

Der Gergonne-Punkt eines Dreiecks (benannt nach dem französischen Mathematiker Joseph Diez Gergonne) ist ein ausgezeichneter Punkt im Inneren eines Dreiecks. Er hat die Kimberling-Nummer X7.

Definition

Der Inkreis eines Dreiecks ABC berühre die Seiten des Dreiecks in den Punkten X, Y und Z. Gergonne zeigte, dass sich die drei Verbindungsstrecken zwischen diesen Berührungspunkten und der jeweils gegenüberliegenden Ecke des Dreiecks in einem Punkt, dem Gergonne-Punkt G, schneiden.[1] Das Dreieck XYZ wird als Gergonne-Dreieck bezeichnet.

Dass sich diese drei Strecken in einem Punkt schneiden, folgt aus der Gleichheit von Tangentenabschnitten (AZ=AY, BX=BZ, CY=CX) und dem Satz von Ceva.

Eigenschaften

Gemeinsame Gerade g von Gergonne-Punkt G, Mittenpunkt M und Schwerpunkt S

Koordinaten

Die trilinearen Koordinaten des Gergonne-Punkts (X7) sind (gleichwertig)

bcb+ca:cac+ab:aba+bc oder
sec2α2:sec2β2:sec2γ2.[3]

Die baryzentrischen Koordinaten sind (gleichwertig)

1b+ca:1c+ab:1a+bc oder
tanα2:tanβ2:tanγ2.[3]

Dabei sind a,b,c die Seitenlängen des Dreiecks und α,β,γ die Größen der Innenwinkel.

Literatur

  • Peter Baptist: Historische Anmerkungen zu Gergonne- und Nagel-Punkt. In: Sudhoffs Archiv, 71, 1987, 2, S. 230–233.
  • Lorenz Halbeisen, Norbert Hungerbühler, Juan Läuchli: Mit harmonischen Verhältnissen zu Kegelschnitten: Perlen der klassischen Geometrie. Springer 2016, ISBN 978-3-662-53034-4, S. 78.

Einzelnachweise

fr:Cercles inscrit et exinscrits d'un triangle#Point de Gergonne en:Gergonne Point