Nobelium

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Nobelium ist ein ausschließlich künstlich erzeugtes chemisches Element mit dem Elementsymbol No und der Ordnungszahl 102. Das langlebigste Isotop hat eine Halbwertszeit von ca. einer Stunde. Im Periodensystem steht es in der Gruppe der Actinoide (7. Periode, f-Block) und zählt zu den Transuranen. Nobelium wurde 1957 erstmals erzeugt und Alfred Nobel zu Ehren benannt.

Geschichte

Alfred Nobel

Über eine Entdeckung wurde erstmals 1957 von einer Wissenschaftler-Arbeitsgruppe aus den USA, Großbritannien und Schweden berichtet.[1] 1958 meinten Albert Ghiorso, Torbjørn Sikkeland, John R. Walton und Glenn T. Seaborg in Berkeley das 254No entdeckt zu haben.[2] Ferner meldete im gleichen Jahr eine sowjetische Gruppe um G. N. Flerov die Entdeckung von ?No.[3] 1964 wurde aus Dubna die Herstellung von 256No gemeldet.[4] Aber erst 1968 wurden in Berkeley aus 249Cf und 12C ca. 3000 Atome 255No erzeugt.[5][6]

249 98Cf +  612C 2n, α  102255No

Der Name „Nobelium“ wurde 1994 endgültig von der IUPAC bestätigt.[7]

Eigenschaften

Im Periodensystem steht das Nobelium mit der Ordnungszahl 102 in der Reihe der Actinoide, sein Vorgänger ist das Mendelevium, das nachfolgende Element ist das Lawrencium. Sein Analogon in der Reihe der Lanthanoide ist das Ytterbium.

Nobelium ist ein radioaktives und sehr kurzlebiges Metall, das aber aufgrund der geringen zur Verfügung stehenden Mengen bisher nicht als Metall dargestellt wurde. In seinen Verbindungen tritt die Oxidationszahl +2 gegenüber +3 häufiger auf.[8][9]

Sicherheitshinweise

Einstufungen nach der CLP-Verordnung liegen nicht vor, weil diese nur die chemische Gefährlichkeit umfassen und eine völlig untergeordnete Rolle gegenüber den auf der Radioaktivität beruhenden Gefahren spielen. Auch Letzteres gilt nur, wenn es sich um eine dafür relevante Stoffmenge handelt.

Literatur

Vorlage:Commonscat Vorlage:Wiktionary

Einzelnachweise

  1. P. R. Fields and A. M. Friedman (Argonne National Laboratory, Lemont, Illinois); J. Milsted (Atomic Energy Research Establishment, Harwell, England); H. Atterling, W. Forsling, L. W. Holm, and B. Åström (Nobel Institute of Physics, Stockholm, Sweden): Production of the New Element 102, in: Phys. Rev., 1957, 107 (5), S. 1460–1462 (doi:10.1103/PhysRev.107.1460).
  2. A. Ghiorso, T. Sikkeland, J. R. Walton, G. T. Seaborg: Element No. 102, in: Phys. Rev. Lett., 1958, 1 (1), S. 18–21 (doi:10.1103/PhysRevLett.1.18; Vorlage:Google Buch).
  3. G. N. Flerov: Synthesis and Investigation of Element 102 (review), in: Atomic energy, 1968, 24 (1), S. 3–15 (doi:10.1007/BF01133459).
  4. E. D. Donets, V. A. Shchegolets, V. A. Ermakov: Synthesis of the element 102 of mass number 256, in: Atomic energy, 1964, 16 (3), S. 233–245 (doi:10.1007/BF01122965).
  5. Harry H. Binder: Lexikon der chemischen Elemente, S. Hirzel Verlag, Stuttgart 1999, ISBN 3-7776-0736-3.
  6. Vorlage:Holleman-Wiberg
  7. Names and Symbols of Transfermium Elements (IUPAC Recommendations 1994). (PDF; 172 kB).
  8. J. Maly, T. Sikkeland, R. Silva, A. Ghiorso: Nobelium: tracer chemistry of the divalent and trivalent ions, in: Science, 1968, 160, Nr. 3832, S. 1114–1115 (doi:10.1126/science.160.3832.1114; PMID 17749450; PDF).
  9. Atsushi Toyoshima, Yoshitaka Kasamatsu, Kazuaki Tsukada, Masato Asai, Yoshihiro Kitatsuji, Yasuo Ishii, Hayato Toume, Ichiro Nishinaka, Hiromitsu Haba, Kazuhiro Ooe, Wataru Sato, Atsushi Shinohara, Kazuhiko Akiyama, Yuichiro Nagame: Oxidation of Element 102, Nobelium, with Flow Electrolytic Column Chromatography on an Atom-at-a-Time Scale, in: Journal of the American Chemical Society, 2009, 131 (26), S. 9180–9181 (doi:10.1021/ja9030038; PMID 19514720).

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