Fehler-in-den-Variablen-Modell

Aus testwiki
Version vom 31. März 2023, 19:40 Uhr von imported>Biggerj1 (Konsequenzen von Fehlern in den Variablen: Das ist nicht absolut und bedarf eigentlich besonderer Diskussion)
(Unterschied) ← Nächstältere Version | Aktuelle Version (Unterschied) | Nächstjüngere Version → (Unterschied)
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Darstellung einer Regressionsabschwächung durch eine Reihe von Regressionsschätzungen in Fehler-in-den-Variablen-Modellen. Zwei Regressionslinien (rot) begrenzten den Suchraum aus pontenziellen Regressionsfunktionen.

In der Statistik sind Fehler-in-den-Variablen-Modelle, auch Messfehlermodelle genannt, Regressionsmodelle für Regression mit stochastischen Regressoren, in der entweder die Antwortvariable oder einige erklärende Variablen mit Fehlern gemessen werden.[1]

Klassisches Fehler-in-den-Variablen-Modell

Vorlage:Hauptartikel Gegeben sei im einfachsten Fall ein einfaches lineares Regressionsmodell[2]:

Yi=β0+β1xi+εi; i=1,,n.

Im klassischen Fehler-in-den-Variablen-Modell wird angenommen, dass xi nur mit zufälligem Fehler ui beobachtet werden kann, d. h. man hat dann den stochastischen Regressor zi=xi+ui. Für die Messfehler ui wird angenommen, dass sie unabhängig und identisch verteilt mit Erwartungswert null und Varianz σu2, unkorreliert mit xi und unkorreliert mit der Störgröße εi sind.

Konsequenzen von Fehlern in den Variablen

Messfehler in den erklärenden Variablen führen dazu, dass die gewöhnliche Kleinste-Quadrate-Schätzung nicht konsistent ist. Intuitiv betrachtet kommt es während des Trainings des Modells zu einer Fehlerfortpflanzung, was ohne weitere Gegenmaßnahmen die Qualität des Modells beeinträchtigen kann.

Einzelnachweise

  1. Jeffrey Marc Wooldridge: Introductory econometrics: A modern approach. 4. Auflage. Nelson Education, 2015, S. 848.
  2. Schneeweiß, H.: Ökonometrie, Physica Verlag 1990 (4. Auflage) Kapitel 7 (3. Auflage 1978)