Regenerativer Prozess

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Ein regenerativer Prozess ist ein spezieller stochastischer Prozess, der unter anderem in der Warteschlangentheorie und Erneuerungstheorie vorkommt.

Definition

Sei {Xt}tI, mit I= oder I=[0,[, ein stochastischer Prozess mit Werten in einem Zustandsraum (E,). Wir nennen den (un-/verzögerten) Prozess {Xt}tIregenerativ (im weiten Sinne), wenn ein (un-/verzögerter) Erneuerungsprozess {Sn}n={Y0++Yn}n existiert, sodass für alle n0 der Post-Sn-Prozess (Yn+1,Yn+2,,{XSn+t}tI) sowohl unabhängig von S0,,Sn (bzw. Y0,,Yn) ist, als auch seine Verteilung nicht von n abhängt. Wir nennen {Sn}n den eingebetteten Erneuerungsprozess und die SnRegenerationszeiten.

Diese Definition erlaubt eine gewisse Abhängigkeit zwischen den Zyklen, im Gegensatz zu der klassischen Definition, welche fordert, dass der Post-Sn-Prozess unabhängig von S0,,Snund {Xt}t<Snist.[1]

Beispiele

Klassische Beispiele von regenerativen Prozessen sind:

  • positiv rekurrente, irreduzible Markovketten (in stetiger wie diskreter Zeit)
  • G/G/1-Warteschlangen
  • Alterprozess und Restlebensdauerprozess eines Erneuerungsprozesses

Grenzverhalten

Regenerative Prozesse besitzen eine Grenzverteilung unter vergleichsweise milden Bedingungen, die in vielen Anwendungen automatisch erfüllt sind.[2]

Einzelnachweise