Indium(III)-hydroxid
Indium(III)-hydroxid ist eine anorganische chemische Verbindung des Indiums aus der Gruppe der Hydroxide.
Vorkommen
Indium(III)-hydroxid kommt natürlich in Form des Minerals Dzhalindit vor.[1]
Gewinnung und Darstellung
Indium(III)-hydroxid kann durch Reaktion einer Indium(III)-chlorid-Lösung mit einer Ammoniak-Lösung bei 100 °C und anschließender Trocknung gewonnen werden[2]:
Eigenschaften
Indium(III)-hydroxid ist ein weißer bis gelber Feststoff, der eine Kristallstruktur ähnlich dem Rhenium(VI)-oxid-Typ besitzt (Vorlage:Raumgruppe, Gitterparameter a = 7,974 Å)[3] und sich bei 150 °C durch Wasserabgabe zersetzt.[4][2] Die Verbindung ist wie Aluminiumhydroxid und Gallium(III)-hydroxid amphoter und löst sich in Säuren leichter als in Basen unter Bildung von Indiumsalzen und Indaten. Bei 10 MPa Druck und einer Temperatur von 250 °C bis 400 °C wandelt sie sich in Indiumoxidhydroxid (InO(OH)) um.[5]
Verwendung
Indium(III)-hydroxid kann in der organischen Chemie als Katalysator verwendet werden.[6]
Einzelnachweise
- ↑ Mineralienatlas: Dzhalindit, abgerufen am 22. März 2014.
- ↑ 2,0 2,1 Georg Brauer (Hrsg.), unter Mitarbeit von Marianne Baudler u. a.: Handbuch der Präparativen Anorganischen Chemie. 3., umgearbeitete Auflage. Band I, Ferdinand Enke, Stuttgart 1975, ISBN 3-432-02328-6, S. 870.
- ↑ D.F. Mullica, G.W. Beall, W.O. Milligan, J.D. Korp, I. Bernal: The crystal structure of cubic In(OH)3 by X-Ray and neutron diffraction methods. In: Journal of Inorganic and Nuclear Chemistry, 41, 1979, S. 277–282, doi:10.1016/0022-1902(79)80133-5.
- ↑ Referenzfehler: Es ist ein ungültiger
<ref>-Tag vorhanden: Für die Referenz namensDale L. Perrywurde kein Text angegeben. - ↑ Vorlage:Literatur
- ↑ Yoshiyuki Onishi, Daigo Ogawa, Makoto Yasuda, Akio Baba: Direct Conversion of Carbonyl Compounds into Organic Halides: Indium(III) Hydroxide-Catalyzed Deoxygenative Halogenation Using Chlorodimethylsilane. In: Journal of the American Chemical Society. 124, 2002, S. 13690–13691, doi:10.1021/ja0283246.