Sagitta-Methode

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Herleitung der Sagitta-Methode

Die Sagitta-Methode ermöglicht es, einen Kreisradius mithilfe eines Kreisausschnittes zu bestimmen. Das ist immer dann sinnvoll, wenn nicht das ganze Abbild eines Kreises zur Verfügung steht.

Bei der Sagitta-Methode werden zwei Punkte (A und B) einer Kreislinie k markiert und die Länge l der entstehenden Kreissehne AB bestimmt. Anschließend wird am Mittelpunkt L der Sehne eine Senkrechte eingezeichnet und die Höhe h des Kreissegments bestimmt. Der unbekannte Radius r, von Punkt A bis M, bildet mit der Differenz rh und l/2 ein rechtwinkliges Dreieck. Über den Satz des Pythagoras wird r aus den Messungen berechenbar:[1]

(l2)2+(rh)2=r2.

Die Umformung

r2=l24+r22rh+h2

und das Erweitern mit r2 und +2rh

2rh=l24+h2,

liefert nach nochmaligem Umformen:

r=l28h+h2.

Historisch wurde die Höhe h des Kreissegments als Sagitta und der Abstand rh der Sehne zum Kreismittelpunkt als Apothema bezeichnet.

Einzelnachweise

  1. Vorlage:Internetquelle Archivlink abgerufen am 1. Dezember 2024